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Die Africa Amini Maasai Lodge haben wir im Frühjahr 2013 in Zusammenarbeit mit den Maasai Frauen der Dorfgemeinschaft von Ngabobo und der Hilfe von lokalen Handwerkern unter der Nutzung natürlicher Ressourcen erbaut. Dazu zählen Erde, Lehm, Holz, Stein und Sand, sowie Termiten und der Mist von Kühen und Eseln. Die Grundstruktur der insgesamt sieben Bungalows besteht aus Eukalyptus. Die Dächer wurden mit heimischem Zitronengras verziert. Eine komfortable Innenausstattung im traditionellen Maasai Design, moderne Regenduschen und Spültoiletten, sowie die Nutzung von ausschließlich Solarenergie erfüllen darüber hinaus die Bedürfnisse unserer internationalen Gäste.

Unser natürlicher Pool ist wichtiger Bestandteil des Permakultur - Konzeptes der Lodge. Oft wurden wir gefragt, ob ein solcher in der wasserarmen Region der Maasai Steppe sinnvoll sei. Die Antwort lautet JA! Neben seiner Erholungsfunktion für unsere Gäste, erfüllt er als Wasserstelle für Vögel und Insekten, wie zum Beispiel unsere Bienen, einen unschätzbaren Wert. Ein Filterteich unter dem Einsatz von effektiven Mikroorganismen säubert das Wasser stetig. Am Ende eines ereignisreichen Tages auf Safari lädt die Steinofen beheizte Sauna zu wohlverdienter Muskelentspannung.



Zu jeder guten Lodge gehört eine gesunde und frische Küche. In unseren food forest und kitchen gardens kultivieren wir unsere eigenen Nahrungsmittel. Salate, Kräuter, verschiedene Gemüsesorten und Beerenarten, sowie zahlreiche Obstsorten gedeihen hier im wechselseitigen Einklang. Wasser ist eine kostbare Ressource und so galt es zunächst den Boden mithilfe von Biomasse und Mulch zu verbessern und Schattensysteme zu schaffen. Eine Baumschule und ein Kompost - System halfen uns dabei. Unter der tatkräftigen Unterstützung der gesamten Maasai Gemeinschaft konnten wir unter den schwierigen Vorort – Bedingungen ein kleines Paradies heimischer Flora und Fauna erschaffen. Gleichzeitig sind nun alle unsere Lodge - Mitarbeiter „Studenten der Natur“ und tragen das neu gewonnene Wissen in Ihre Dörfer nach Hause.



Unseren lokalen und internationalen Permakultur - Studenten möchten wir anhand unserer Gärten demonstrieren, wie selbst in sehr trockenen Klimazonen landwirtschaftlich produktive Systeme geschaffen werden können. Die Stämme der Wameru am Mt. Meru und die Chagga am Mt. Kilimanjaro haben dies bereits vor Jahrunderten erfolgreich in Form ihrer Waldgärten praktiziert. Ihr System von natürlichen Schwellensystemen zur Verlangsamung und schließlich gezielten Einsenkung des partiell fallenden Regenwassers wenden wir erfolgreich an. Belohnt werden wir mit üppigen Guaven, Feigen, Citrus, Maulbeeren & Granatapfel, welche mit Sickstoff reparierenden Bodendeckern und Bäumen wie Leucaena unterstützt werden.



Um unsere Arbeit tragfähig für zukünftige Generationen zu erhalten und nutzbar zu machen, haben wir mit den Maasai einen Verzicht der Weidewirtschaft auf den 400 acre Schutzgebiet der Lodge und den neu entstehenden Wald- und Gartenanlagen für die kommenden Jahrzehnte vereinbart.